Was der Tango mir kann

Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder……
Ich habe mir in letzter Zeit einige Gedanken gemacht zum Thema Musik und Tanz. Was die Musik betrifft, bin ich Konsument. Entweder gefällt mir ein Musikstück, oder eben nicht. Und als DJane lege ich auch genau nach diesem Kriterium auf. Ich spiele Musik, die mir gefällt, stelle sie so zusammen, dass sie eine Geschichte erzählt, eine Geschichte, die ich euch erzählen möchte, eine Reise, auf die ich euch mitnehmen möchte.
Wenn ich merke, dass die Route euch nicht gefällt, reisse ich das Ruder rum, und wir segeln auf anderen Gefilden weiter, denn der Möglichkeiten gibt es viele meine Geschichten zu erzählen.
Weder kenne ich mich mit Musikgeschichte aus, noch kann ich flüssig Noten lesen und trotzdem wage ich es eine Tanzveranstaltung zu beschallen. Und die nennt sich XPT Neolonga. Einige von euch kennen die ja schon und ich freue mich sehr, dass sich schon so etwas wie ein „harter Kern“ gebildet hat. Dass es Gleichgesinnte gibt, denen es ums Tanzen geht zu jedweder Musik. Tango tanzen um genau zu sein.
Ich habe immer schon getanzt (erst hüpfend durch die Einzimmerwohnung meiner Eltern, dann durch die Ballettschule, dann durch den Elmayer….) und ich war immer schon Prinzessin (also eigentlich der weiße Schwan mit Tutu…. später eher der schwarze…) Was der Tango mir (unter anderem) bietet ist, dass ich ihn zu jedem Musikstück, das mir gefällt, bemühen kann. Ich kann Schwan sein zu Tschaikowsky, das Liebchen zu Schuberts Ständchen, der Duft zu Al Pacino, die große Gatsby zu den Squirrel Nut Zippers, Sia auf dem Lüster, Amelie im Walzertraum, Carmen aus der Zigarettenfabrik, Ravel’s Capa, aber natürlich auch Gardels Gedicht, oder Piazzollas Vergessen.
Ich kann Cohens Dunkelheit sein, oder seine Marianne, ich kann mit Edith Piaf nichts bereuen, ich kann die verstohlene Träne sein, die sich auffangen lässt, oder Malena, ich kann mit Amy back to Black gehen, kann mit Goran auf die Dolomiten….. das ginge immer so weiter…. , aber immer kann ich ich selbst dabei sein, beim Tango, bei meiner Interpretation all der wunderbaren Musikstücke, die es gibt. Die der Tango mich allesamt tanzen lässt.
Ich habe nun das große Glück all das mit meinem Mann tanzen zu können und das noch größere Glück, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben, was bei der Vielfalt an verfügbarer Musik nicht selbstverständlich ist… An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Mann bedanken, weil er mich überhaupt zu der Erkenntnis gebracht hat, dass man Tango auf ALLES tanzen kann, wenn man mag. Denn zu Beginn dachte ich, dass es zwingend Tango – Musik sein muss…. aber das ist schon ein paar Jährchen her 😉
Bei unseren Tänzerinnen und Tänzern möchte ich mich hier auch noch mal bedanken für die Treue und Experimentierfreudigkeit und das positive Feedback. Ich freue mich auf viele schöne, spannende Abende mit euch!!!!!

Viele geniale Tangos wünsch ich euch
Herzlichst
Alessandra
SyS

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